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15. Oktober 2013

Von Guten Reichen und Dritten Menschen

Prolog

Es ist nicht schwer sich über die Zeit, in der man gerade lebt, zu beklagen. Darin sind sich sämtliche Menschheitsepochen gleich. Seit der Mensch in den Genuß und die Verlegenheit kam über das Leben zu lamentieren, tut er dies mit der kühnen Überzeugung, dass diese, seine Überzeugung nämlich, die Richtige sei. Und um Richtig und Falsch besser unterscheiden zu können, begann der frühe Höhlenmensch damit die tollsten Unterschiede zu entdecken. Farben, Formen und Klänge in den aufregendsten Varianten. Die Welt ist voll davon. Man muss nur hinschauen. Irgendwann lief der Höhlenmenschenfamilie während eines Sonntagnachmittagspaziergangs eine andere Höhlenmenschenfamilie unerwartet über den vorzeitlichen Weg. Die rochen anders. Grunzten anders, und sahen anders aus.

Plötzlich reichten Farben und Formen nicht mehr aus um dem Untermenschlichen Hirn die so dringend benötigten Unterscheidungen zu liefern. Und so erfand jene Höhlnemenschenfamilie, die damals erstmals in eine andere Höhlenmenschenfamilie hinein gelaufen war, die doch recht hilfreiche Unterscheidung nach Rassen. Und seither unterschieden wir nach Farbe, Form, Klang und...richtig...Rasse. Klingt komisch, ist aber so. PENG!

Doch nach 1945 hatten die Höhlenmenschen dann eine neue tolle Idee. Ab sofort wird nicht mehr nach Rasse unterschieden. Befehl von oben, weitersagen!

Wie kam es dazu?

Es war im Dickicht des Artoiswaldes...
Tief im Gehölz, auf blutgetränktem Boden,
Lag hingestreckt ein wunder deutscher Krieger
Und seine Rufe gellten in der Nacht.
Umsonst... Kein Echo tönte seinem Weckruf...
Sollte er verbluten frei gleich einem Wild,
Das waidwund in der Einsamkeit verreckt?

26. Juli 2012

Björn Torwellen feat. Eric Trabert - Ne Obliviscaris Prologue FREE DOWNLOAD

Roadmovie meets Techno - Der erfolgreiche Techno-DJ/-Produzent und zugleich einer meiner besten Freunde Björn Torwellen hat die Opening Szene meines ersten Romans musikalisch interpretiert. Und obwohl ich selbst eher aus der Rockabilly-Ecke komme, finde ich die Umsetzung sehr gelungen!

1957. Irgendwo mitten in der Wüste. Unerträgliche Hitze. Stille. Nirgends ein Zeichen von echtem Leben. Kein wirkliches Gefühl weit und breit. Nur Kakteen und Sand. Die Sonne brennt. Oh diese Hitze! Ein Kojote heult. Unter einem Stein krabbelt ein schwarzer Skorpion hervor. Hebt seine Scheren und stellt den Stachel auf. Sein giftiger Körper schimmert todbringend und Gewalt verherrlichend im beißenden Licht der unerbittlichen Hitze. Ein geduldiger Geier schreit heiser vom kochenden Himmel, an dem er gelangweilt seine breiten Kreise zieht. Der Kojote huscht emsig auf die andere Seite der Strasse. Gott hat diesen Ort vor langer Zeit schon verlassen. Der Skorpion krabbelt auf die Strasse. Bleibt ein Stück vor dem Mittelstreifen stehen und genießt selbstgefällig die so beängstigende Ruhe im unwirklichen Paradies seiner heimischen Idylle.

Plötzlich zieht der Coyote seinen Schwanz ein und

24. Juli 2012

Bad Moon Rising

Moon Road by Digot_AL
Meine Partner und ich sehen Siggi an. Wen sollten wir noch treffen? Und was will er mit der Axt? Zum Teufel! Warum kann nicht einfach mal alles glatt laufen? Was mussten Evil Al und der Tiki-Man von ihrem neuen Partner halten, den sie gerade seit 10 Minuten kannten. Und der sie nun in die blutrünstigen Fänge eines Axtschwingenden, psychopathischen Barkeepers trieb. Doch ich kann die beiden halbwegs beruhigen.

Trotzdem ein blöde Situation. Stille in Siggis Bar. Die von der unangenehmen Sorte. Meine Partner, ich und Siggi, der noch immer die Axt in Händen hält, stehen uns in dem leeren Lokal gegenüber. Draußen eine Eule. Wir sehen uns selbstbewusst  an, und verfallen in ein lautes, auffallend männliches Lachen, das nach knapp 5 Sekunden ebenso schlagartig wieder abreißt wie es begonnen hat.  Siggi schultert seine Axt und geht voran. Evil Al und der Tiki-Man sehen sich mit großen Augen an. Mit gebührendem Abstand folgen wir Siggi durch den Lieferanteneingang aus der Bar. 

Er öffnet den Kofferraum seines alten Chevys. Sieht aus wie eine alte Plane. Er legt die Axt darauf.

20. Juli 2012

Honky Tonk

Photo by  www.jasonlanger.com
Über Siggis Bar war das Temptations. Eine Mischung aus Bordell und lateinamerikanischem Auffanglager. Also beinahe mit humanitärem Background. Eine gute Sache also! Und ich hatte schon immer ein Schwäche für die gute Sache.

Der Schlitten vom Pfaffen fährt sich wie ein Traum. Und seinen selten dämlichen Blick im Rückspiegel zu sehen, als ich ihn heut morgen aus seinem Wagen zog und auf der Kreuzung stehen ließ, hatte mir echt den Tag versüßt. Ich mag den Geruch von Neuwagen am Morgen. Vor Siggis Bar lasse ich den Wagen stehen.

Die Jukebox spielt den Honky Tonk. In der hinteren Ecke an einem Tisch zwei dunkle Gestalten. Das werden meine neuen Compagnons sein. Aber wo ist Siggi? Der Tresen ist leer. Während ich suchend um mich blicke, wird die Jukebox von einem merkwürdigen Geräusch unterbrochen. Klingt wie ein…Bullshit! Warum sollte hier bei Siggi ein….

Plötzlich ein lauter Knall. Das war die Tür vom Lieferanteneingang. Doch bevor ich nachsehen kann, kommt auch schon Siggi verschwitzt und laut schimpfend in seine Bar gestürmt. An einem alten Strick einen recht lebhaften Ziegenbock. Siggi bemerkt mich und bleibt regungslos stehen. Wir sehen uns quer durch die Bar an. „Frag nicht!“ „What the fuck?“